Sanierungsfahrpläne

Sanierungsfahrpläne bewerten und priorisieren den Sanierungsbedarf in größeren Gebäudeportfolios. Sie zeigen, welche Sanierungsstandards mit welchen Kosten in einem bestimmten Zeitraum umsetzbar sind.

Sanierungsstrategien für große Gebäudebestände (Bild: dena / Michael Voit)

Die landes- und bundespolitischen Energieziele stellen die Eigentümer und Betreiber von großen Wohnungs- und Liegenschaftsbeständen vor Herausforderungen. Die dena erstellt daher langfristig angelegte Sanierungsfahrpläne für große Gebäudebestände.

Sanierungsfahrpläne beschreiben den Sanierungsbedarf von Gebäuden anhand vorab festgelegter Kriterien wie Energieeinsparung und Investitionsvolumen. Sie zeigen auf, welche Sanierungsstandards mit welchen Kosten in einem bestimmten Zeitraum machbar sind. Die dena bietet die Erstellung von Sanierungsfahrplänen für große Gebäudeportfolios und Liegenschaften an. Das gilt sowohl für Eigentümer von Nichtwohn- als auch von Wohngebäuden. Sie hat ein Verfahren entwickelt, mit dem passgenau auf die Interessen des Kunden zugeschnittene Sanierungsfahrpläne entstehen können.

Auf dem Weg zum Sanierungsfahrplan

Ein Sanierungsfahrplan entsteht nach einem klaren Ablauf: Bestandsanalyse, Priorisierung und Fahrplan. Zunächst werden alle Daten, die für eine energetische Sanierung relevant sind, erhoben. Dabei geht es vor allem um Aspekte, die mit der Gebäudehülle, der Anlagentechnik und den Verbräuchen im Zusammenhang stehen. Im Fall großer Wohnungsbestände werden repräsentative Mustersiedlungen ausgewählt, deren Zustand analysiert wird. Die Ergebnisse werden dann auf den Bestand hochgerechnet.

Daran anschließend wird die Priorität der einzelnen Maßnahmen beurteilt. Indikatoren dafür sind die eingesparte Energie und der finanzielle Aufwand. Die konkreten Vorgaben, an denen jede Maßnahme gemessen wird, bestimmt der Auftraggeber. Als Hilfsmittel dient ein Punkte-Bewertungssystem. Mit ihm wird das Potenzial jedes einzelnen Gebäudes ermittelt, das dazu beiträgt, die geforderten Ziele des Auftraggebers zu erreichen.

So entsteht anhand von Sanierungspriorität und Wirtschaftlichkeit eine Rangfolge der Gebäude. Sind individuelle Zwischenziele und jährliche Budgets geklärt, werden alle Maßnahmen in eine passende Reihenfolge gebracht.

Inhalt des Sanierungsfahrplans

Am Ende steht ein fester Fahrplan, der die Sanierungspriorität und Sanierungstiefe für jedes Gebäude beleuchtet. Er zeigt dabei auf, wie hoch die Einsparpotenziale z. B. für CO2-Emissionen und Energiekosten unter bestimmten Bedingungen sind. Eine Szenarioanalyse ermöglicht es, den Fahrplan an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. 

Für eine verständliche und hintergründige Kommunikation der Ergebnisse des Sanierungsfahrplans wird abschließend eine Broschüre erstellt. Sie ergänzt verschiedene Möglichkeiten der Darstellung des Sanierungsfahrplans in der Öffentlichkeit.

Projektbeispiele

Die dena hat bereits langfristige Sanierungsstrategien für große Wohnungsbestände (Vonovia SE) und für Liegenschaftsbestände im Nichtwohngebäudebereich (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen) erarbeitet. Die Ergebnisse bieten den Gebäudeeigentümern bzw. Liegenschaftsbetreibern eine Orientierungs- und Entscheidungshilfe, um die gewünschten Energieeffizienzziele unter Berücksichtigung der eigenen wirtschaftlichen Mittel zu erreichen. Gleichzeitig können sie sich als Vorreiter bei der energetischen Sanierung positionieren.

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