Einzelhandelsstudien

dena-Studien zu Energieeffizienzpotenzialen in den Gebäuden des deutschen Einzelhandels

Studie „Energiemanagement im Handel. Energieeffizienzpotenziale in den Gebäuden des deutschen Einzelhandels“ (März 2016)

Hohe Energiekosten schmälern den Gewinn vieler Einzelhändler. Vor allem im kleinstrukturierten Handel fehlt es oft an Ressourcen und am nötigen Fachwissen zur systematischen Senkung des Energieverbrauchs. Das zeigt die Studie „Energiemanagement im Handel. Energieeffizienzpotenziale in den Gebäuden des deutschen Einzelhandels“, die das EHI Retail Institute im Auftrag der Deutschen Energie-Agentur (dena) erstellt hat. Größere Unternehmen investieren zwar häufiger in ein professionelles Energiemanagement, die Mehrzahl der umgesetzten Maßnahmen konzentriert sich aber auf den Stromverbrauch, etwa auf die Beleuchtung oder die produktbezogene Anlagentechnik.

Im Fokus: Energieeffizienz in Gebäuden

Energetische Sanierungsmaßnahmen an den rund 500.000 vom Handel genutzten Gebäuden – wie ein besserer Wärmeschutz oder der Austausch von Heizungsanlagen – werden weitaus seltener umgesetzt. Ein Grund: Viele Einzelhändler haben ihre Verkaufsflächen nur gemietet, Sanierungsmaßnahmen erfordern aber die Zustimmung des Gebäudeeigentümers. Die Studie entwickelt daher Handlungsansätze, wie sich dieses Vermieter-Mieter-Dilemma zugunsten einer besseren Energieeffizienz überwinden ließe.

Zur Studie

Die Studie vertieft die Ergebnisse der Vorgängerstudie „Energieeffizienz im Einzelhandel. Analyse des Gebäudebestands und seiner energetischen Situation“ aus dem Juni 2015. Kooperationspartner sind Danfoss, das EHI Retail Institute, der Handelsverband Deutschland (HDE), der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der Mittelstandsverbund (ZGV) und der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Die Studie wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Vorstudie „Energieeffizienz im Einzelhandel. Analyse des Gebäudebestands und seiner energetischen Situation“ (Juni 2015)

Im Vergleich aller gewerblich genutzten Immobilien in Deutschland haben die Handelsgebäude nach den Büroimmobilien den zweithöchsten Energiebedarf. Zur Gesamtzahl der Supermärkte, Fachgeschäfte oder Shopping-Center in Deutschland, dem Alter der Gebäude oder ihrem energetischen Zustand lagen bisher aber kaum belastbare Daten vor. Die Studie leistet einen ersten Beitrag zur Verbesserung der Datenlage. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Wärmesektor.