Zahlen & Fakten

Daten und Hintergründe zu Nichtwohngebäuden in Deutschland

rd. 3 Mio.
Nichtwohngebäude
gibt es in Deutschland
37 %
des Gebäudeenergieverbrauchs
in Deutschland entfällt auf Nichtwohngebäude
ca. 80 %
der Handelsgebäude
in Deutschland sind 40 Jahre und älter
80 %
weniger Primärenergie
sollen Gebäude im Jahr 2050 nach den Plänen der Bundesregierung benötigen

Energieeffizienz in öffentlichen und gewerblichen Immobilien – zentraler Baustein der Energiewende

In Deutschland gibt es insgesamt rund 22 Millionen beheizte Gebäude. Die große Mehrzahl sind Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser, also Wohngebäude. So genannte Nichtwohngebäude (NWG) – zum Beispiel Büroimmobilien, Handwerksbetriebe, Supermärkte, Hotels, Sporthallen, Kirchen oder Schulen – machen mit rund drei Millionen nur etwa ein Siebtel des Gesamtbestands aus: Ihr Anteil am Endenergieverbrauch aller Gebäude beträgt allerdings rund 37 Prozent. Die energetische Modernisierung dieser Gebäude bietet dem entsprechend ein beträchtliches Potenzial zur Energieeinsparung und zur Verringerung von CO2-Emissionen.

Die Mehrzahl der Nichtwohngebäude in Deutschland wurde vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung 1979 errichtet und entspricht damit überwiegend nicht modernen baulichen Energieeffizienzstandards. Im Sektor der gewerblich genutzten Immobilien bilden Bürobetriebe und der Einzelhandel die zwei größten Verbrauchsgruppen für Gebäudeenergie (Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten).

Gebäudetypen in Deutschland: Anzahl und Anteil am Endenergieverbrauch in Gebäuden (Grafik: dena)

Gruppe der Nichtwohngebäude ist sehr heterogen und technisch komplex

Als Gruppe sind Nichtwohngebäude deutlich heterogener und technisch komplexer als Wohngebäude. So variiert etwa die installierte Anlagentechnik stark nach Nutzung und Fläche: Zwischen Büroimmobilien, Gastronomie, Verwaltungsgebäuden, Handwerksbetrieben sowie Food- und Non-Food-Handel gibt es in dieser Hinsicht beträchtliche Unterschiede, die unterschiedliche Ansatzpunkte für Energieeffizienzmaßnahmen bieten.

Energieeffizienzpotenziale besser erschließen

Die Bundesregierung hat mit ihrem Energiekonzept eine langfristige Strategie mit klima-und energiepolitischen Zielsetzungen und ambitionierten Energiesparvorgaben beschlossen. Demnach soll der Wärmebedarf in Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent sinken, der Primärenergiebedarf bis 2050 sogar um 80 Prozent. Ziel ist ein „nahezu klimaneutraler“ Gebäudebestand.

In ihrem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) aus dem Dezember 2014 hat die Bundesregierung das Ziel formuliert, die bisher vernachlässigten Effizienzpotenziale in Nichtwohngebäuden künftig besser zu erschließen.